Finnlandaustausch


14.03.2025

Felsen, Tannen, Schneereste und zwölf finnische Schüler*innen begrüßten uns herzlich, als wir am 28.2.2025 in Ekenäs, einer kleinen Stadt am Meer in Finnland, ankamen. Viereinhalb Tage verbrachten wir gemeinsam in diesem zu 84 Prozent schwedischsprachigen Teil von Finnland, schlossen neue Freundschaften oder sahen alte Freunde wieder und führten und lauschten Konversationen, die zum Teil viersprachig waren – die Finnen verstanden davon fast alle deutsch-, englisch-, schwedisch- und finnischsprachigen Teile. Wir wiederum konnten neben Deutsch und Englisch allerhöchstens zwei, drei ähnlich zum Deutschen klingende schwedische Wörter erahnen.

Die Bewunderung für diese selbstverständliche Mehrsprachigkeit wuchs, als wir einen Blick in den Schulalltag des Ekenäs Gymnasiums werfen durften und uns im Finnischunterricht ein bisschen finnische Grammatik erklärt wurde; als wären die finnischen Vokabeln, die aus kilometerlangen Wörtern, welche mit Is und Äs gespickt sind, bestehen, nicht schon genug, werden im Finnischen jegliche Präpositionen mit bestimmten Endungen an dem jeweiligen Substantiv ersetzt.

Nicht nur der finnische Schulalltag gehörte zu den Neuigkeiten, die wir erlebten – auch Fiskars, das Dorf, aus dem ursprünglich die orangefarbenen Scheren herkommen, wurde von uns unsicher gemacht, ebenso wie Hanko, eine kleine finnische Hafenstadt. Auch das älteste Kino Finnlands, welches immer noch in Betrieb ist, besuchten wir und schauten den Film „The Summer Book“, basierend auf einem Buch der finnischen Autorin Tove Jansson, welche die Erfinderin der ikonischen Mumin-Figuren ist.

Was in Finnland natürlich auch nicht fehlen darf, ist das Eisbaden und die Sauna direkt danach – nach einigem Zögern trauten sich dann doch fast alle deutschen Schüler mehrmals ins eisige Wasser.

Viel zu schnell endeten die Tage voller lustiger Erlebnisse und gemütlichen abendlichen Zusammentreffen, und für zwei Tage ging die Reise für und Deutsche weiter nach Helsinki, die Hauptstadt Finnlands. Wir bestaunten die Kathedrale von Helsinki, die russisch-orthodoxe Kirche, die Felsenkirche und eine ehemalige Festung auf einer kleinen Insel ungefähr fünfzehn Minuten mit der Fähre von Helsinki entfernt. Auch die Sonne untermalte unsere letzten Tage in Finnland mit wohlig-warmen Sonnenstrahlen, und begleitet von dem Geruch des aufkommenden Frühlings schlenderten wir durch die Innenstadt oder am Hafen entlang.

Am 7.3. 2025 mussten wir aber leider wieder den Heimweg antreten – im Gepäck neben einigen Mitbringseln etliche einzigartige Erfahrungen von jenen Tagen!

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